N3 Niederrhein Triathlon Kalkar

Zum ersten Mal dieses Jahr und nach zweimaliger Coronainfektion ging es für mich nach einigen vorherigen Draxidistanzen zum zweiten Mal auf eine olympische Distanz. Eine adrenalingeladene Atmosphäre und Stimmung lag in der Luft. Gefühlt nicht gut vorbereitet und in einem relativ kleinem Starterfeld mit 80 Testosteron geladenen Männern hieß es dann auch für mich kleine Ü40 Frau an den Start zu gehen. Nach dem Startschuss nahm das Schwimm Drama über 1,5 Kilometern seinen Lauf. Wasser in Ohr und Brille nahmen mir die Sicht und Orientierung, so dass ich vom Hauptfeld Abschied nehmen musste und alleine nach 40 Minuten in die Wechselzone lief. Auf dem Rad konnte ich jedoch einige Zeit wieder gutmachen und überholte zwei Mitstreiterinnen. Gott sei Dank ist mein Rad heil geblieben ,denn auf der Radstrecke hat ein unbekannter Nägel verteilt, wie auch den Medien zu entnehmen war . Weiter auf der Laufstrecke konnte ich meine für mich grundsolide Leistung weiter abrufen und lief mit insgesamt 3 Stunden und 3 Minuten über die Ziellinie. Für mich persönlich ein super Ergebnis da ich 30 Minuten schneller war wie beim Olympischen Triathlon.

Geschrieben von Kerstin Honingh-Bauhaus

Citylauf Grevenbroich – LG Alpen Stadtlauf – Triathlon Düsseldorf

Endlich wieder ein voller Wettkampfkalender – in den vergangenen 2 Jahren war es durchaus schon ein außerordentliches Privileg einen coronakonformen Wettkampf zu finden und teilzunehmen. Umso schöner war es sich in der letzten Woche mit großer Vorfreude und Enthusiasmus von Wettkampf zu Wettkampf zu hangeln. Freitagabend startete ich beim Citylauf in Grevenbroich über 5km mit keinem geringeren Ziel als die persönliche Bestzeit in Angriff zu nehmen. Viele Zuschauer und eine tolle Laufatmosphäre machten die sehr kurvige, flache Strecke durch die Grevenbroicher Innenstadt zu einem echten „Kirmeslauf“. Nach 18:12 Minuten lief ich auf Platz 3 ins Ziel ein. Zwar sollte es keine Bestmarke werden, jedoch eine Zeit mit der ich auf einem „Zick-Zack-Kurs“ wirklich zufrieden war.

Ein paar Tage später, Mittwochabend, ging die Reise gut erholt an den Niederrhein zum LG Alpen Stadtlauf über die Distanz von 10km. Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke ließen meine Vorfreude etwas schmälern. Ja – es starten alle unter den gleichen Bedingungen, aber mein persönlich favorisiertes Wettkampfwetter ist nun mal klassisch Bergisch – Regen und Temperaturen im einstelligen Bereich. Nachdem Start konnte ich eine sehr homogene Gruppe finden, die ein konstantes, schnelles Tempo anlief. Die Strecke führte etwas unrhythmisch, aber sehr flach über 2 Runden durch Wohnsiedlungen in Alpen, die bedauerlicherweise wie ausgestorben wirkten. Nach der ersten Runde war ich on Point auf Kurs Bestzeit (18:30 Minuten). Wie erwartet machte mir die hohen Temperaturen aber schon bald sehr zu schaffen, sodass ich die Gruppe wenig später ziehen lassen musste. Alleine im Kampf gegen die Zeit und Hitze war mein persönlicher Drive raus und mit ein paar Gedanken war ich bereits schon beim Triathlon Düsseldorf. Am Ende standen dennoch ein ordentlicher 8. Platz und eine Zeit von 39:22 Minuten.

Triathlon in der Heimatstadt ist eine absolute Pflichtveranstaltung. Nachdem ich vor ein paar Wochen mein persönliches Triathlon Debüt in Gladbeck feierte, hieß die Devise in Düsseldorf – weiter Erfahrung sammeln, eine Generalprobe für die Liga in Münster geben und natürlich ausgiebig genießen. Wenig freiwassererprobt stürzte ich mich mit 400 weiteren Schwimmern auf der Sprintdistanz in die lauwarmen Fluten des Rheins im Medienhafen. Die tolle Kulisse ließ mein „Schwimmangst“ durchaus kleiner werden, sodass ich die 750m im vorderen Drittel beendete. Auf dem Rad war ich dann auf meinem „Oldie“ unterwegs in meiner Leidenschaft und konnte bei starkem Wind viele Plätze gutmachen. Highlight war eine Windböe auf der Oberkassler Brücke, die mein Tempo zwischenzeitlich auf 20 km/h reduzierte. Wie auch schon in Gladbeck machte mir der Umstieg vom Rad aufs Laufen sehr zu schaffen. Erkenntnis: Koppeln muss zukünftig in die Trainingsroutine übernommen werden. Ich beendete meinen zweiten Triathlon auf Platz 31/ AK 8 nach 1:19 Stunde. Mit großer Vorfreude geht der Blick jetzt nach Münster und eine Woche später zum Tannheimer Radmarathon zusammen mit Felix.

Geschrieben von Jan Ottersbach

 

 

 

Mud Masters Arnsberg

Obwohl ich eigentlich mehr für den Triathlonsport brenne hat mich eine Freundin überzeugt mit ihr den MUD Masters in Arnsberg zu machen, der dieses Jahr zum ersten Mal dort stattfand. Auf der Internetseite wurde bereits bekannt gegeben, dass es der Lauf mit den meisten Höhenmetern war,doch davon haben wir uns nicht beeindrucken lassen. Ganz selbstbewusst haben wir uns für den 16 Kilometer Lauf entschieden. Nach 2 Kilometern und gefühlt 3 Kilo Schlamm in den Laufschuhen ging es auch schon langsam bergauf. Die sogenannten „Monkey Bars“ waren leider nichts für mich und so haben ich mich fairer weise mit Burpees an den Rand gestellt. Bei Kilometer 8 dachten wir das wir doch schon jetzt eigentlich die meisten Höhenmeter gelaufen haben müssten, doch es ging immer weiter nach oben. Irgendwann war uns klar dass es wirklich der Lauf mit den meisten Höhenmetern sein musste. Über steile Wände die nur durch Teamarbeit zu bewältigen waren, und durch Rutschen die in Eiswasser mündeten, machten wir uns weiter auf den Weg. Stämme sägen, Baumstämme schleppen, Seile hoch hangeln, Schlammpfützen besiegen, und wie ein Soldat sich unter ein Netz durchzuschlängeln haben nicht wirklich was mit einem Triathlon gemeinsamen. Spaß hat es trotzdem allemal gemacht und war eine willkommene Abwechslung. Nach 16 Kilometern und ,wie wir nachher erfahren haben, 500 Höhenmetern haben wir erschöpft und glücklich das Ziel erreicht und uns nach der kalten Dusche mit einem isotonischen Erfrischungsgetränk vergnügt. Das wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein…

Geschrieben von Kerstin Honingh-Bauhaus

Ironman 70.3 Kraichgau

Am Sonntag hatte das Warten endlich ein Ende: Fast exakt drei Jahre sind zwischen Anmeldung und Startschuss der Mitteldistanz vergangen. Dementsprechend groß war die Vorfreude und Motivation auf dieses ganz besondere Erlebnis. Den Ruf des ‘schönsten Halbdistanztriathlon Deutschlands’ bekommt man nicht irgendwie – im Land der Tausend Hügel mit einer Radstrecke von 1000 Höhenmetern auf 90 km ist eine wahnsinnige Triathlonatmosphäre garantiert.
Vor dem Wettkampf war alles wie immer – eine Vorbereitung wie sie im Buche steht: Platten beim Hinterreifen zwei Tage vor dem Wettkampf, Feststellung beim Bike-check in, dass es sich vielleicht doch nicht um Triathlon sondern um die Formel 1 handelt und man der einzige ist, der noch mit einem (antiken) ‘klassischen’ Rennrad unterwegs ist, sowie ein Riss über die ganze linke Schulter im Neoprenanzug beim Anziehen kurz vorm Schwimmstart.
Doch nach dem Startschuss war das alles relativ schnell vergessen: Die Jagd auf Profis wie Laura Philipp, Justus Nieschlag und Frederick Funk konnte beginnen. Mit insgesamt 2000 Teilnehmern ging es auf die Strecke. Im Wasser lief es ideal – es war schließlich auch wesentlich wärmer als die Außentemperatur. Schnelle Füße haben es mir ermöglicht, im Wasserschatten zur persönlichen Bestzeit zu schwimmen: 1900 Meter in 28 Minuten. Die ersten Radkilometer hingegen verliefen etwas anspruchsvoller, heftiger Gegenwind und die Feststellung, dass die versprochenen 20 Grad und Sonne gegen hagelartigen Regen und gefühlte 5 Grad getauscht wurden bedeutete eine deutlich schnellere Distanzierung aus der Komfortzone als geplant. Dennoch lief es weiterhin sehr gut, in einer großen Radgruppe haben wir uns gemeinsam Hügel um Hügel voran gekämpft. Besonders die vielen Zuschauer mit emotionalen Zurufen wie: ‘Los! Hol dir die Jungs mit den Scheiben.’ und der herzliche Support aus Innsbruck, Remscheid und Pforzheim haben es leichter gemacht, die Zeit auf dem Rad auf 2.36 h zu drücken. Aus den Rad- in die Laufschuhe war alles wie immer: ‘Es sind doch nicht meine Beine, auf denen ich hier grad laufe, oder?’ Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit und mit Ruben Zepuntke im Nacken (er war leider schon 2 Runden weiter als ich…) konnte ich zum Glück in den Rhythmus finden und den Halbmarathon in 1.25 h abschließen. Am Ende reichte es für Platz 10 in der AK und Platz 108 in der Gesamtwertung mit einer Zeit von 4.36 h. Man kann viel über Ironman diskutieren, aber das war wirklich ein sensationelles Event!

 

Geschrieben von Felix Ehmke

Gladbeck Triathlon 2022

Sonntag, 08.05.2022, 08:00 Uhr. Einstellige Temperaturen und leichter Wind. Was machen wir hier eigentlich? Keine Ausreden! Vor über 2,5 Jahren angemeldet, findet heute endlich wieder Triathlon in Gladbeck statt.

Sehr individuelle Vorbereitungen lassen den ein oder anderen am Ankommen oder Finishen innerhalb der Zeitvorgabe zweifeln.

Wir schwimmen „coronabedingt“ nur 800m, dafür im zick-zack durch das Becken. Der Rest des Rennens ist wie immer. 38,5km rund um den Wittringer Schlosspark. Mal eben, mal leicht wellig und windig und ab und zu so gar kein schöner Bodenbelag. Gelaufen werden danach bei langsam steigenden Temperaturen knapp 10km im Stadtpark.

Am Schluss finishen die beiden TriForce-Kurzdistanzler mehr als zufrieden mit folgenden Ergebnissen:

Florian 24. Gesamt und 6. AK 35 in einer Gesamtzeit von 2:11:10.
Carsten 50. Gesamt und 6. AK 50 in einer Gesamtzeit von 2:20:44.

Für Carsten war es das erste Rennen nach seiner schweren Coronainfektion; chapeau für die tolle Leistung!

Florians Vater wird 49. Gesamt und gewinnt sogar seine Altersklasse 60 mit einer Gesamtzeit von 2:18:48h.

Auch in der Sprintdistanz (0,4km-22km-5km) war ein TriForcler vertreten. Jan Ottersbach startete bei seinem ersten Triathlon überhaupt und zeigte sich danach ebenfalls zufrieden mit seinen Leistungen:
37. Gesamt und 7. AK 30 in einer Gesamtzeit von 01:08:06h.

Wie immer ein schön organisierter Triathlon, der es geschafft hat die Coronazeit zu überstehen. Wir freuen uns auf das nächste Jahr, mit hoffentlich mehr Training und ein paar Grad mehr auf dem Thermometer.

Geschrieben von Florian K.

SwimRun Urban Challenge Frankfurt

Die erste SwimRun Urban Challenge 2022 fand am Sonntag, den 1. Mai, im Freibad Eschersheim statt. Zur Auswahl standen die Sprint Distanz und die Classic Distanz. Da die Fahrt nach Frankfurt schon über 2 Stunden dauert, dachte ich mir: Wenn ich schon teilnehme, dann über die 18,9 km. Diese waren aufgeteilt in 7 x Schwimmen (insgesamt ca. 2 km) und 7 x Laufen (insgesamt ca. 16,9 km) im ständigen Wechsel. 

Es war ein sehr harter Wettkampf, besonders durch das ständige Wechseln der Disziplinen und bei einer Wassertemperatur von 14 Grad, durch die man je Runde erneut schockgefrostet wurde. Beim Schwimmen wurde ich wie immer von Einigen überholt, doch beim Laufen konnte ich zum Ausgleich etwas mehr Distanz aufbauen. Schlussendlich hat es für den 2. Platz der Frauen gereicht und ich konnte den Wettkampf in knapp unter 2 Stunden beenden.